Was ist ein Rahmenkredit?

Was ist ein Rahmenkredit?

Bei einem Rahmenkredit wird zwischen der Bank und dem Kunden ein fester Kreditrahmen  vereinbart, aus dem sich der Kreditnehmer ganz flexibel Geld abrufen kann – in der Regel über das Girokonto.

Der Rahmenkredit ist aufgrund seiner Funktionsweise auch unter dem Namen Abrufkredit geläufig und ähnelt in der Praxis sehr dem Dispositionskredit.

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Welche Laufzeiten sind möglich?

Eine feste Laufzeit ist bei Rahmenkrediten nicht vorgesehen. Der Kreditvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und läuft so lange, bis eine der beiden Parteien, Kreditnehmer oder Bank, den Vertrag kündigt.

Wie hoch ist der Kreditrahmen?

Die Obergrenze für einen Rahmenkredit geben die meisten Banken mit 25.000 Euro an. Als Mindestbetrag werden häufig 2.500 Euro angesetzt, bei einigen Banken kann es aber auch 5.000 Euro oder mehr sein. Innerhalb dieser Grenzen kann der Kreditrahmen frei gewählt werden.

Die Höhe der Kreditlinie hängt nicht nur vom Wunsch des Kunden ab sondern auch maßgeblich von der Bonität und Einkommenssituation.

Wie hoch sind die Kreditzinsen?

Die Zinsen für Rahmenkredite liegen in der Regel zwischen denen für einen Ratenkredit und einen Dispokredit und bewegen sich derzeit in einer Spanne von 7,00 bis 9,00% im Jahr. Im Gegensatz zu Ratenkrediten, wo die Zinsen für den kompletten Kreditbetrag berechnet werden, wird bei einem Rahmenkredit nur der Betrag verzinst, welcher auch in Anspruch genommen wurde – nicht der Kreditrahmen selbst.

Wichtig: die Kreditzinsen sind variabel und können von der Kredit gebenden Bank jederzeit angepasst werden, sowohl nach unten als auch nach oben hin. Steigt das allgemeine Zinsniveau, steigen auch die Zinsen für Rahmenkredite. Stagnieren die Marktzinsen, sollte auch ein Abrufkredit günstiger werden.

Welche Kosten entstehen zusätzlich?

Mit den Zinsen  – wenn der Kreditrahmen genutzt wird – sind alle Gebühren abgegolten. Weitere Kosten entstehen nicht. Wird der Rahmenkredit nicht in Anspruch genommen, entstehen auch keinerlei Gebühren.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Feste Raten für die Tilgung von Abrufkrediten werden selten vorgegeben. Die Rückzahlung orientiert sich eher an der Höhe des beanspruchten Kreditrahmens selbst und wird in Prozent angegeben, etwa: 2,00% des offenen Saldos, mindestens aber 50 Euro im Monat.

Bei einem beanspruchten Rahmenkredit von 1.500 Euro würde die monatliche Rate also 50 Euro betragen, da 2,00% von 1.500 Euro „nur“ 30 Euro ergeben und somit den Mindestbetrag von 50 Euro unterschreiten. Beträgt der offene Saldo z.B. 5.000 Euro, so kann man wahlweise den Mindestbetrag von 50 Euro tilgen oder 2,00% im Monat, was 100 Euro ergibt.

Sondertilgungen sind zudem jederzeit und in beliebiger Höhe möglich, so dass der Kreditrahmen auch in Form einer Einmalzahlung komplett ausgeglichen werden kann.

Welche Voraussetzungen gibt es für Rahmenkredite?

Hier gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Ratenkredite. Die Bank verleiht ja Geld und möchte die Rückzahlung gesichert wissen. Somit wird auch die Bonität der Kunden im Vorfeld durchleuchtet. Für eine Kreditzusage sollten Kreditnehmer volljährig sein und einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Zudem sind eine unbefristete Festanstellung – außerhalb der Probezeit – sowie eine weiße Weste bei der Schufa-Auskunftei zwingende Voraussetzungen.